Wildwasser 2013

Auch wenn die PGK keine eigene Wildwasser-Abteilung in dem Sinne hat, waren trotzdem einige Vereinsmitglieder, besonders aus der Slalommannschaft, auch dieses Jahr wieder quer durch Europa auf steilen Rinnen und tosendem Wuchtwasser unterwegs.

Die Saison begann wie gewohnt im Januar im Schwarzwald, wo bei genügend Niederschlag zum Beispiel die Murg, der Prägbach oder der Geroldsauer Wasserfall laufen.


Richi booft den Geroldauer


 

Ostern ging es dann nach Korsika. Aufgrund der starken Schneefälle im Winter gab es dort jede Menge Schmelzwasser, sodass Klassiker wie der Travo oder der Fium Orbo ordentlich Wasser führten und auch meist trockene Bäche wie der Fango und die Calasima befahrbar wurden. Neben jeder Menge Spass auf dem Wasser bot die Mittelmeerinsel mal wieder feine kulinarische Spezialitäten, jede Menge freilaufendes Vieh und wunderschöne Bergpanoramablicke. Ein weiteres Highlight war die versteckte heiße Quelle in der Nähe vom Travo, wo man sich nach dem Paddeln wieder aufwärmen konnte.

 

Tine auf der Calasima

Am verlängerten Pfingstwochenende entschieden wir uns nach längerer Diskussion dazu, ins französische Jura zu fahren. Dort paddelten wir auf der Loue, der Saine und der Valserine.


Pit stylt den Mikado-Wasserfall auf der Saine


Sarah ist hochkonzentriert – Saine

An Fronleichnam verschlug es uns dann ins Tessin. Trotz angekündigter niedriger Pegel konnten wir aber trotzdem ein paar Klassiker abhaken- die mittlere und die untere Verzasca (bekannt für tiefblaues Wasser, große Blöcke und malerische Brücken), die Rovana und die obere Melezza.



Pit auf der Rovana

Nach den Klausuren konnte ich es dann im August kaum erwarten, der Sommerhitze zu entfliehen – ab nach Norwegen. Im Stau vor Flensburg lernten wir auf der Autobahn drei nette Italiener kennen, die für die gleiche Fähre genauso knapp dran waren wie wir. Nach endloser Autofahrt erreichten wir (Freunde aus Karlsruhe, der Schweiz und ich) schließlich das Land der Trolle und des Wildwassers und trafen auch unsere Italiener wieder, mit denen wir die erste Woche unterwegs waren. In den folgenden zwei Wochen legten wir gefühlt mehr horizontale als vertikale Kilometer zurück – okay, das ist jetzt übertrieben, aber es waren schon einige Wasserfälle und steile Rutschen dabei. Wir befuhren die Flüsse Frya, Sjoa, Store Ula, Finna, Lagen, Jori, Rauma, Sogndalselva, Myrkedalselvi, Raundalselvi, und Byrteoi.


Ich auf der Byrteoi


Cyrille auf der Store Ula

Schließlich ging es im Herbst wie immer ins Ötztal. Während auf der berühmten Wellerbrückenstrecke das berühmte Sickline-Rennen stattfand, vergnügten wir (Olaf, Sarah, Pit, Tine, die Zweibrücker und ich) uns aber lieber auf einfacheren Abschnitten der Ötztaler Ache (obere, mittlere und untere Ötz und die Köfelser Strecke), sowie auf der unteren Venter Ache. Bei tollem Wetter und noch angenehmen Wassertemperaturen war dass somit ein erfolgreicher Saisonausklang – jetzt ruft wieder der Schwarzwald :-)

Niels auf der Venter Ache


Die schräge Platte auf der mittleren Ötz


Schneekajaken im Oktober im Ötztal